Jugend debattiert

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Neue Blickwinkel und Freundschaften

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Maryna Dmytryk ist die diesjährige Landessiegerin in der Ukraine. Für die 17-jährige Schülerin der Schule Nr. 239 in Kiew geht es nun weiter zur Internationalen Finalwoche im Oktober nach Budapest. Im Interview berichtet sie von ihren Eindrücken.

Liebe Maryna, kannst du das Gefühl beschreiben, beim Landesfinale dabei zu sein und dann auch noch zu gewinnen?

„Natürlich ist das ein sehr schönes Gefühl. Ich freue mich riesig darüber.“

In der Finalrunde habt Ihr darüber debattiert, ob die Wehrpflichtarmee in der Ukraine in eine Berufsarmee umgewandelt werden soll. Wie fandest Du das Thema?

„Das Thema war ziemlich schwer. Im Halbfinale ging es um die Frage, ob in ukrainischen Schulen das Fach Politik als Pflichtfach eingeführt werden soll. Das war viel einfacher, weil es mit unseren Erfahrungen in der Schule zu tun hatte. Das Thema heute war sehr politisch. Deswegen war es anspruchsvoller, aber trotzdem oder vielleicht gerade deswegen, ein sehr interessantes und relevantes Thema für die Ukraine.“

Während der Debatte hast du die Pro-Seite vertreten. Entsprach deine Position auch deiner persönlichen Meinung zu dem Thema?

„Wenn man sich so intensiv mit einer Frage beschäftigt und viele Pro- und Contra-Argumente sammelt, kann man sich nicht mehr ganz sicher sein und das bin ich auch nicht. Aber an sich würde ich eher eine Berufsarmee bevorzugen.“

Welche Erwartungen hast du an das Internationale Finale in Budapest?

„Ich habe mir das bisher noch gar nicht vorgestellt und habe daher noch keine konkreten Erwartungen. Aber ich bin sehr gespannt darauf, wie es wird, dabei zu sein.“

Was würdest du anderen Debattantinnen und Debattanten mit auf den Weg geben?

„Ich würde allen empfehlen, die Möglichkeit zu nutzen, möglichst viel mit anderen Leuten zu kommunizieren und Kontakte zu knüpfen. Das, was am Ende bleibt, sind die Erfahrungen und die Menschen, mit denen man Freundschaften geschlossen hat. Natürlich sollten alle versuchen, ihr Bestes zu geben, aber man muss auch akzeptieren, wenn etwas nicht klappt, weil das nicht das Wichtigste ist. Das Wichtigste sind die Teilnahme selbst und die Erfahrungen."

Das Interview mit der Siegerin des ukrainischen Landeswettbewerbes führte Vanessa Steidel, Kulturweit-Freiwillige am Goethe-Institut in Kiew.

 

Jugend debattiert international stärkt die Debatte als Medium demokratischer Auseinandersetzung und fördert die aktive Mehrsprachigkeit in Europa. Insgesamt nehmen ca. 3000 Schülerinnen und Schüler an 180 Sekundarschulen in zwölf Ländern Mittel- und Osteuropas teil.

Jugend debattiert international – Länderwettbewerb in Mittel- und Osteuropa ist ein Projekt des Goethe-Instituts, der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ (EVZ), der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen.

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